Jahr 2020 - Freiwillige Feuerwehr Warngau

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Jahr 2020

Chronik

Bei dem Schnee-Unwetter im Januar 2019 sind offenbar so viele Flocken gefallen, dass im Winter 2019/2020 kaum mehr welche übrig waren. Zumindest verursachten Schneefälle in dieser Saison keine Einsätze für die Feuerwehr Warngau. Allerdings präsentierte sich der Jahresbeginn zuweilen stürmisch, was der aktiven Mannschaft wiederholt kleinere Herausforderungen wie umgestürzte Bäume und herabhängegende Gegenstände bescherte. Mit Beginn der Coronavirus-Pandemie Mitte März wurde es ziemlich ruhig um die Feuerwehr: Abstand haltenist seither angesagt und für das Gerätehaus bestand ein Betretungsverbot, ausgenommen das Aus- und Einrücken bei Einsätzen. Sofern keine zweite Infektionswelle auftritt, werden Feuerwehrdienst und Vereinsleben ab Juli auf Sparflamme wieder möglich sein.

Atemschutzgeräteträger am Heizhaus Warngau

Das Einsatz- und Vereinsjahr 2020 in Auszügen:


28. Februar

Brand Heizhaus Warngau

Eine Folge einer weiteren stürmischen Nacht - in Bernloh wurden Windgeschwindigkeiten bis 124 km/h gemessen - könnte der Schwelbrand im Heizhaus Warngau gewesen sein. Möglicherweise bließ der Sturm die Glut aus dem Ofen in das etwa zur Hälfte mit Hackschnitzeln befüllte Vorratslager. Unter schwerem Atemschutz musste der Bunker schließlich nahezu vollständig geleert werden, um alle Glutnester ablöschen zu können. Dabei half neben Kameraden aus Holzkirchen, Hartpenning, Schaftlach, Wall und Valley auch ein Spezialfahrzeug der Firma Heid. Der Einsatz erstreckte sich über etwa sieben Stunden, größerer Sachschaden konnte jedoch abgewendet werden.
 
Foto: Feuerwehr


2. März

Übung Verkehrsunfall Pkw gegen Baum

Für den Pkw-Lenker wäre dieser Unfall vermutlich äußerst tragisch ausgegangen: Mit dem Dach voraus prallte er gegen einen schweren Baumstamm und wurde schwer in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Wenngleich dieses Szenario nur eine Übung darstellte, war es kein unwahrscheinliches. Zunächst wurde der Baumstamm vor weiterem Abrutschen von dem Holzstapel gesichert und anschließen der Pkw mit Druckzylindern und purer Muskelkraft vom Stapel weggezogen. Als der Weg frei war, konnte mit Spreizer und Schneidgerät das Dach geöffnet, das Lenkrad mit Hilfe des Spreizers und mehrerer Ketten zurückgezogen und der Fahrer ergo die Übungspuppe schließlich befreit werden.
 
Foto: Feuerwehr


ab Mitte März: Corona-Pandemie bringt öffentliches Leben zum Erliegen

Coronavirus Sars-CoV-2

Im Dezember 2019 trat in der chinesischen Provinz Hubei erstmals die Lungenkrankheit Covid-19 auf, die durch das Virus SARS-CoV-2 verursacht wird. Seit Ende Februar breitet sich die Krankheit, die besonders bei älteren Menschen einen schweren Verlauf nehmen kann, auch in Deutschland aus. Infizierten sich in der Bundesrepublik Ende Februar täglich noch etwa 50 Menschen mit dem Coronavirus, waren es Mitte März bereits mehr als 1.000. Um die exponentielle Verbreitung des Virus zu verhindern und somit das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, gelten Ausgangsbeschränkungen und Versammlungsverbote. Der Betrieb der Feuerwehr ist, bis auf Einsatzfahrten, zum Erliegen gekommen. Es finden keine Übungen und keine Vereinsaktivitäten mehr statt. Am 16. März wurde in ganz Bayern der Katastrophenfall erklärt. Seither ist auch ein Krisenstab im Landratsamt Miesbach eingerichtet.


Mitte April: Landkreis Miesbach stark von Corona-Pandemie betroffen

Coronavirus im Landkreis Miesbach

Die Zahl der im Landkreis positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen lag Mitte April bei knapp 500. Bezogen auf die Einwohnerzahl bewegte sich Miesbach damit lange im Bereich der deutschlandweiten Top 10. Mit rund 36.000 Fällen ist der Freistaat insgesamt überdurchschnittlich stark betroffen und in der Folge wird der staatlich verordnete Lockdown lediglich in kleinen Schritten wieder aufgehoben. Großveranstaltungen bleiben bis mindestens Ende August verboten, die Gründungsjubiläen des Warngauer Burschen- und des Holzkirchner Patenvereins wurden auf 2021 bzw. 2022 verschoben. Aufgrund des bis zu 80% gesunkenen Verkehrsaufkommens und zahlreicher geschlossener Betriebe und Geschäfte ging bei den Feuerwehren das Einsatzgeschehen in vielen Fällen deutlich zurück, so auch in Warngau.


Ende Mai: Corona-Pandemie flaut ab, öffentliches Leben kommt wieder in Gang

Neue Corona-Infektionen im Landkreis Miesbach

Seit Anfang Mai fährt das öffentliche Leben allmählich hoch, so haben die meisten Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe wieder geöffnet. Größere Menschenansammlungen bleiben jedoch von wenigen Ausnahmen abgesehen untersagt. In Warngau soll der Übungsdienst bei der Feuerwehr im Juli wieder aufgenommen werden, die alljährliche Pfingstwallfahrt mit Brotzeitverkauf und das Ausrücken zu Fronleichnam fallen hingegen aus. Die weitere Entwicklung ist vorrangig abhängig von der Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus, die im Landkreis Miesbach zum Monatsende bei rund 15 pro 100.000 Einwohnern und binnen einer Woche lag - kritisch wird es ab etwa 50.

Grafiken (3)
: CDC, Risklayer, CEDIM, Tagesspiegel et al.



 
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